Agenda 21

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Heute gut leben ...

... ohne die Entfaltungsmöglichkeiten
anderer Menschen
und zukünftiger Generationen
 einzuschränken,
und ohne die Lebensgrundlagen aller zu zerstören.

Der Aktionsplan für das 21. Jahrhundert

1992 setzte in Rio de Janeiro die Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und Entwicklung (United Nation Conference on Environment and Development UNCED) Meilensteine, die eine an eine Umkehr in der bisherigen Umwelt- und Entwicklungspolitik markieren sollten. Auch zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (Non Governmental Organisations = NGOs) waren beteiligt. Am Ende unterzeichnen ca. 170 Nationen fünf Dokumente:

  • die Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimaveränderungen zur Stabilisierung der Treibhausgase

  • die Konvention über die biologische Vielfalt zum Erhalt der Vielfalt der Lebensformen

  • die Rahmenprinzipien für die Bewirtschaftung, Erhaltung und nachhaltige Entwicklung aller Waldarten

  • die Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung mit 27 Artikeln zur Definition von Rechten und Pflichten der Länder auf dem Weg zu menschlicher Entwicklung und Wohlergehen und schließlich-

  • die Agenda 21, einen Aktionsplan für das 21. Jahrhundert für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung.

Die Agenda 21 wird zum Grundlagendokument für einen neuen politischen Steuerungsprozess. Soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklungsziele sollen sollen gemeinsam erreicht werden.

In der Präambel der Agenda 21 heißt es:

„Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte. Wir erleben eine zunehmende Ungleichheit zwischen Völkern und innerhalb von Völkern, eine immer größere Armut, immer mehr Hunger, Krankheit und Analphabetentum sowie eine fortschreitende Schädigung der Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt.

Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte, gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten.

Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist.“

Das Dokument fordert zugleich die Kommunen der Welt auf, bis 1996 (!) einen eigenen Aktionsplan für eine Nachhaltige Entwicklung für ihr Territorium aufzustellen.

Heute haben immerhin ca. 20% der deutschen Kommunen (im Juli 2006 sind es 2610) eine lokale "Agenda 21" verabschiedet.