Ökologischer Fußabdruck

 

Referenzen

Download

Kontakt

Der Ökologische Fußabdruck

Ein Indikator
für eine zukunftsfähige Entwicklung

 

Heute gut leben ...

... ohne die Entfaltungsmöglichkeiten
anderer Menschen
und zukünftiger Generationen
 einzuschränken,
und ohne die natürlichen Lebensgrundlagen aller
zu zerstören.

 

 

„Zukunft interessiert mich, weil ich in ihr den Rest meines Lebens verbringen werde.“

Mathis Wackernagel (Erfinder des Ökologischen Fußabdrucks)

Zukünftige Generationen können nur dann ähnlich günstige Lebensbedingungen vorfinden wie die heute lebenden Menschen,  wenn wir ihnen die ökologischen Lebensgrundlagen auf unserer Erde erhalten. Die heutigen Menschen müssen aber auch zumindest ihre Grundbedürfnisse befriedigen können und wollen zurecht möglichst gut leben. Nachhaltige Entwicklung ist der versuch, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedürfnissen gegenwärtiger und künftiger Generationen miteinender im Einklang zu bringen.

Der ökologische Fußabdruck - ein Maß für Nachhaltigkeit

Der ökologische Fußabdruck markiert die Summe der Flächen, die Menschen für die Produktion und Entsorgung aller verwendeten Rohstoffe und Güter (pro Person oder bezogen auf die Bevölkerung eines bestimmten Gebiets) beanspruchen. Er setzt sich aus vielen Teilflächen-Verbräuche für alle Lebensbereiche zusammen.

Je mehr Güter und Rohstoffe wir für unseren Lebensunterhalt benötigen, um so größer wird der ökologische Fußabdruck.

In den reichen Ländern ist er um ein Vielfaches höher, als das jeweilige Land an Produktionsfläche (Biokapazität) zu bieten hat. Die eigenen Flächen werden also übernutzt und dabei dauerhaft geschädigt oder es werden Flächen in anderen Ländern beansprucht.

Der ökologische Fußabdruck ist damit nicht nur ein sehr anschauliches Instrument um nachhaltige Entwicklung zu erklären, sondern kann gleichzeitig als Maßstab für deren Stand und den Fortschritt nachhaltiger Entwicklung  eingesetzt werden.

Ein Maß für globale Gerechtigkeit

Bei einer Weltbevölkerung von 6,3 Milliarden Menschen, bleibt für jeden Menschen eine produktive Fläche von ca. 1,8 Hektar (ha). Die Ansprüche der Menschen auf der Erde schwanken jedoch von 0,6 ha bis über 10!

Insgesamt beansprucht die Weltbevölkerung derzeit 25% mehr, als die Erde dauerhaft zu bieten hat. Wir leben also über unsere Verhältnisse. Insbesondere die Reichen Nationen, die die meisten Rohstoffe verbrauchen und über den größeren Handlungsspielraum verfügen, stehen in der Verantwortung, rationell mit Gütern und Rohstoffen umzugehen und einen gerechten Ausgleich zu den armen Ländern herzustellen.

Der ökologische Fußabdruck ist ein einfacher Indikator für Nachhaltigkeit und kann Handlungsmöglichkeiten für einen „nachhaltigen Konsum“ aufzeigen.

Berlin latscht mit Öfi!

Der ökologische Fußabdruck einer Person aus Berlin beträgt 4,41 Hektar oder 6,3 Fußballfelder. Bei uns wird er lebendig und heißt Öfi. Er hat „Figurprobleme“ und möchte schlanker werden mit einer „Kalorientabelle“ und „Öko-Bodyshaping“. Dafür gibt es eine Reihe von Handlungsempfehlungen als Folienserie und Begleittext. Dort erfährt man auch, dass der Fußabdruck der gesamten Stadt einen Durchmesser von 218 km hat und sich z.B. mit dem von Hamburg überschneidet.

Weitere Informationen und Materialien finden Sie auf der